Du gibst und gibst und gibst….

Kennst Du das aus deinem Alltag?

Manchmal glaubst Du, Du wärst verrückt. Du willst einfach eine gute Frau und Mutter sein. Dein Tag ist mehr als ausgefüllt mit dem Kümmern um Kinder und Mann, einem Workaholic, dem Haushalt und Deiner Karriere. Du hast Dein Leben dafür geopfert sie alle, einschließlich Deinem Chef, glücklich zu machen. Aber das hat keinen Erfolg. In der Regel fühlen sie sich von Dir bedrängt, unnötig gemaßregelt und gesteuert. Sie wollen scheinbar immer mehr. Du siehst deine Bemühungen nicht gewürdigt. Keiner sagt Danke. Niemand gibt Dir etwas zurück. Im Gegenteil: Deine Familie versteht gar nicht, was Du denn überhaupt willst und boykottiert Deine Bemühungen. Dabei nennst du doch das Kind beim Namen. Aber es ändert sich nichts.

Ziehst Du Dich gekränkt zurück, fühlst Du Dich sofort schuldig. Schuldig Ihnen nicht die Mutter, Frau und Mitarbeiterin sein zu können, wie sie es von Dir erwarten. Also machst Du weiter und legst noch ne Schippe drauf.

Und Du bist müde. Das bist Du auch nach zehn Stunden Schlaf. Aber das ist halt so. Schon morgens beim Aufwachen geht Dir alles durch den Kopf, was heute alles getan werden muss. Und Dir wird noch im Bett klar: Du hast keine Zeit zu vertrödeln. Du musst JETZT aufstehen und den Tag beginnen, sonst rennt Dir die Zeit davon.

Vielleicht hast Du aber auch einen rebellischen Teenager zu Hause, der Dir ständig Probleme bereitet. Dein Kind brennt ständig durch, geht mit Dir um, als wärst Du die Letzte auf dieser Welt, widersetzt sich allen Regeln, schwänzt die Schule, missachtet alle Familienprinzipien und macht grundsätzlich nur das, was es will. Kurzum: Dein Kind treibt dich in den Wahnsinn. Du warst schon bei so vielen Beratungsstellen, keiner konnte bisher wirklich helfen. Du bist krank vor Sorge und Du hast schon alles versucht, Deinem Kind zu helfen. Du hast es mit Zärtlichkeit und Verzeihen probiert. Du hast gedroht, geschrien, geweint, gebettelt. Alles ohne Erfolg.

Aber da gibt es auch diese starke Seite an Dir: Du hast alles im Griff. Du weißt, wo vorne ist und Du löst irgendwie auch alle Probleme. Es ist ja auch sonst niemand da, der sich um alles kümmert. Nein! So schnell kriegen sie Dich nicht klein. Jede Krise hat Dich immer nur stärker gemacht. Dein Motto lautet: “Was Dich nicht tötet, macht Dich nur härter”. Du bist das lebende Beispiel dafür. Du bist überzeugt, dass Du alles schaffen kannst. Dann kämpfst Du eben ein bisschen mehr. Du glaubst, es wird alles gut, wenn Du nur noch mehr Energie investierst. Das Leben ist eben kein Ponyhof. Man bekommt nichts geschenkt. Achtung muss man sich eben erarbeiten. Also nicht jammern - tun! Da geht doch noch was….

Hinzu kommt, dass du in deinem Leben bereits mit dem Thema Sucht konfrontiert wurdest. Eine nahestehende Person - Lebenspartner, Freundin, Kollegen/Kollegin, Chef/Chefin, Eltern, Kinder, Großeltern- hat oder hatte ein Suchtproblem.

Es ist möglich, dass Dein Problem genau dort seinen Ursprung hat.

Ich sage: Stopp! Steige aus aus dieser Endlosschleife aussichtsloser Kämpfe aus. Lass es nicht zu einer Depression, Borderlinestörung oder einem Burnout kommen.

Deine Familie wird Dich so lange nicht sehen, wie Du Dich selbst nicht ehrlich und aufrichtig betrachtest.

Deinen rebellischen Teenager kannst Du nicht unter Kontrolle bringen, solange Du nicht die Kontrolle über Dich selbst gewinnst.

Schau in den Spiegel. Siehst Du die Frau, die das lebt, was sie immer wollte?

Du kannst mit Deiner Co-Abhängigkeit fertig werden! Das ist mein Versprechen.

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